Brot ohne Kneten

19-07-2007 — Abgelegt unter: essen  
Das Ergebnis langen Gehens: ein nicht geknetetes Brot

“Oh je, da muß man ja immer so lange kneten!” - Dieses Hindernis auf dem Weg zum selbstgebackenen Brot ist in Zeiten der Instant- und 5-Minuten-Küchen zum unüberwindlichen Bollwerk geworden. Aber es gibt Abhilfe! Wir manschen eine Pampe zusammen und haben am Ende ein köstliches Brot:

Zutaten:

  • 470 g Weizenmehl
  • einen viertel Teelöffel Trockenhefe
  • eineinhalb Teelöffel Sel de Mer
  • 360 g Wasser

Zuerst werden die trockenen Zutaten mit einer Gabel o.Ä. vermischt, dann rührt man das Wasser ein. Nur soweit, bis keine größeren Mehlnester mehr vorhanden sind. Jetzt zugfrei bei Zimmertemperatur wegstellen. Nach 12 Stunden wird das seltsame Zeug, von dem wir uns bis jetzt noch nicht vorstellen können, daß daraus mal etwas Ansehnliches werden kann, kurz umgerührt. Nach 22 Stunden nehmen wir ein Stück Backpapier, mehlen es gut(!) ein und bewegen den zähen Teig darauf. Mit der Zeit merkt man sich die Gerätschaften, die hierfür praktikabel sind. Der Teig wird nun von rechts und links und von oben und unten zur Mitte gefaltet und dann mit dem Backpapier in einen Durchschlag oder Schüssel gelegt um nochmals 2 Stunden zu gehen.

Ofen mit leicht eingeöltem Topf/Behälter (dieser muß die Ofentemperatur abkönnen!) mit Deckel 30 min auf 250° C. vorheizen, trockene Handtücher oder andere Hitzeschützer bereitlegen. Dann nehmen wir den Behälter heraus und füllen den Teig hinein. Jetzt 30 min backen lassen, anschließend Deckel abnehmen und nochmal 15 min backen. Brot auf ein Gitter legen und 1 Stunde ruhen lassen.

Klingt komplizierter als es ist und das Ergebnis ist ein wunderbares Brot. Ausführlich ist der Vorgang hier bei “No Knead Bread” (eng.) beschrieben. Dank an Cat für Input.

5 Kommentare zu “Brot ohne Kneten”

  • Irmgard
    20-07-2007 um 08:09
    1

    Das muß ich ich doch gleich mal im Herbst ausprobieren. Kann man nicht auch mit anderen Mehlsorten, wie z.B. Roggenmehl verwenden? Wert zu probieren!Die alte Art zu backen ist nicht so schlecht in dieser Zeit der Elektonik mit z. B. Backautomate. Irmgard

  • cat
    20-07-2007 um 12:41
    2

    ich nehme dabei meist noch einen anteil von ca 80 bis 100 g roggenmehl (von der gesamtmenge!). das ergibt ein leichtes mischbrot - mehr roggenmehl habe ich noch nicht probiert, weil dann eventuell auch etwas mehr wasser nötig wäre???
    auf jeden fall mache ich nur dieses brot; der teig klebt zwar ziemlich, aber dafür ist es herrlich locker und grobporig bei einer sehr knusprigen kruste.

  • Ina
    21-07-2007 um 15:19
    3

    hach, das würde ich auch so gerne ausprobieren - nur fehlt mir leider der backofen. es sieht zum reinbeißen aus …

  • Francesco Guardi
    05-11-2008 um 13:54
    4

    sehr leckeres Foto, wird direkt mal ausprobiert und dann sehen wir mal, ob es so loecker ist wie es aussieht.

  • floh
    14-08-2009 um 20:04
    5

    Stimmt das mit den 22 Stunden? Muss schon sagen, dass wir in Mitteleuropa tolles Brot haben. Wenn ich auf Urlaub bin oder sonst wo unterwegs, merk ich das erst richtig zu schätzen.

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