Beine im Hafen

31-08-2010 — Abgelegt unter: Schiffe, unsortiert  
…wenn ein Hafen voller Beine ist…

…dann ist die “Wind Lift 1″ da

Und wenn die “Wind Lift 1″ in Emden ist, dann herrscht draußen Pause. Im März dieses Jahres hieß es noch:

Die Werbung weicht jetzt der Wirklichkeit – und Bard macht den Anfang. Es ist das einzige Unternehmen, das „zu 100 Prozent“ verspricht, noch in diesem Jahr einen großen kommerziellen Windpark in der Nordsee aufzustellen.

Quelle

Die Montage auf See soll schneller als geplant vonstatten gehen, um eine Verzögerung bei der Auslieferung des Errichterschiffes wettzumachen, wie Unternehmenssprecher Andreas Kölling berichtet. Der erste Strom von See soll im Frühsommer fließen.

Quelle

Inzwischen hat BARD wohl neun von 80 Fundamenten gesetzt und 6 Anlagen komplettiert. Jetzt kommt der Herbst und Winter mit nicht gerade idealen Arbeitsbedingungen. Offensichtlich hat die Wirklichkeit die Werbung recht flott eingeholt und es scheint fraglich, ob BARD die ausgesprochen sportlichen Versprechungen auch nur annähernd realisieren kann. Mit einem seit über 8 Tagen im Hafen liegenden/stehenden Errichterschiff sicher nicht.

Matti und die Ruhe

28-08-2010 — Abgelegt unter: Spitzbergen  

Eine für mich wunderschöne Episode kann man bei Bastian Bartz im “Spitzbergen-Blog” nachlesen. “Matti, der reiselustige Finne“. Mit dem Zelt auf dem Zeltplatz in Longyearbyen:

Er liest, trinkt Tee und unterhält sich: “Besser kann man seinen Urlaub nicht verbringen: Ruhe, wenn man sie will, und Unterhaltung, wenn man sie sucht.”

Mein Dank fürs Erzählen, Bastian!

Der Sommer neigt sich

24-08-2010 — Abgelegt unter: photo  
Spätsommermorgen mit schweren Wolken am Neßmersieler Watt

“Notbremse bei Sperrwerkversuchen an der Ems”

13-08-2010 — Abgelegt unter: unsortiert  

Pressemitteilung der Bürgerinitiative “Rettet die Ems“:

Es ist schade, dass die Bemühungen des NLWKN durch gezielte Steuerung des Stauwerkes in Gandersum, die Schlickmengen in der Ems zu steuern, gescheitert sind. Es wäre ein kostengünstiger Ansatz gewesen, den weitgehend ruinierten Fluss und den Steuerzahler zumindest etwas zu entlasten. Zurück bleiben Kosten, die durch Steuergelder aufzubringen sind oder durch persönliche Schicksale der betroffenen Schiffer und der Unternehmen, die auf Ware warten.

Die Sinnhaftigkeit des 300 Mio.-Bauwerkes, dass auch bereits bei Sturmfluten versagt hat, darf weiterhin hinterfragt werden.

Es muss einmal mehr mit der Meyer Werft in Papenburg der Verursacher der Kosten sowie des katastrophalen Zustandes der Ems in den Vordergrund rücken.

“Die Ems als Fluss und die angrenzenden Häfen sind total ruiniert worden. Die Kosten für den Unterhalt der Ems sowie der Häfen und des Stauwerkes an der Ems werden durch den Steuerzahler getragen. Hafenbetreiber, Binnenschiffer und Kommunen bezahlen einen luxuriösen Werftstandort, dem aufgrund politischer Fehlentscheidungen und persönlicher Interessen alles andere untergeordnet worden ist”, sagt Hajo Rutenberg von der BI Rettet die Ems.

Die Notbremse ist auch bei den aktuell diskutierten Alternativen zu ziehen.

Wer eine ergebnisoffene Studie zum Emskanal will, muss dabei auch den Umzug der Werft an die Küste einbeziehen und darf das nicht ausklammern. Das die Bezirksregierung dies durch den Vertreter in der Lenkungsgruppe zum Emskanal bereits ablehnt, lässt die notwendige Distanz zur Wirtschaft vermissen.

Offen ist nach wie vor auch das gesamte Ergebnis des Gutachtens, dass die Landräte Bramlage und Bröring auf Volkskosten der Meyer Werft spendiert haben. 40.000,– ? für ein Gutachten auf Basis der Daten der Meyer Werft. Veröffentlicht wurden bisher nur 28 von insgesamt 100 Seiten. Der Rest ist ebenso geheim, wie der Generationenvertrag zwischen den Umweltverbänden WWF, BUND und der Meyer Werft. Durchgesickert ist inzwischen, dass die Umweltverbände einen Umzug der Werft nicht mehr fordern dürfen. War das vorher noch erste Priorität, wurde dieses Ziel schnell verkauft.

Ein Abschlussdamm mitten durch das gerade ausgerufene Weltnaturerbe und FFH Gebiet bietet auch keine wirkliche Alternative. Neben den Kosten, die erheblich sein dürften, wären Nachteile für die gesamte Schifffahrt sowie den Hafenbetreibern an der Ems zu erwarten.

Die Mittel aus dem Emsfond müssen für den Rückbau der Ems und die Reduzierung der Strömungsgeschwindigkeit eingesetzt werden. Parallel müssen auch die Baggerarbeiten auf das Maß der reinen Erhaltungsbaggerungen ohne Kreuzfahrtschiffe reduziert werden.

Die Meyer Werft kann und muss die Segmente der Kreuzfahrer an der Küste zusammenfügen.

Im Hinblick auf eventuelle weitere Milliardeninvestitionen durch die Steuerzahler und zur Entlastung der Ems die einzige Alternative.

Bürgerinitiative RETTET DIE EMS
Hajo Rutenberg

E-Ship 1 in Dublin

11-08-2010 — Abgelegt unter: Schiffe  

Am vergangenen Sonnabend (08-08-2010) lief Enercons “E-Ship 1″ von Emden zur ersten Frachtreise aus, um Windenergieanlagen nach Dublin zu bringen. Das ist gelungen. Die Fahrt verlief zumeist mit 13 bis 16 Knoten, lediglich westlich der Scilly-Inseln unternahm man einen Kringel (s.u.) in langsamer Fahrt. Vielleicht suchte man nach Überresten der legendären Thomas W. Lawson oder neuen WKA-Standorten, die Schiffsführung wird es wissen. Auch in der irischen Presse wurde die Ankunft des Schiffes bemerkt - siliconrepublic: “State-of-the-art cargo ship to dock with haul of wind turbines” und afloat: “New Ship Tower Sails into Dublin“.

#edit(11.08.2010 22:34): Jetzt verläßt “E-Ship 1″ gerade den Hafen von Dublin mit Zielhafen Emden.

#edit zwo(21.08.2010 22:03): Mittlerweile ist der “Tisch mit Beinen” zum zweiten Mal in Dublin angekommen und die irischen Shipspotter haben sie ins Visier genommen:

“E-Ship 1″ im Dubliner Hafen

Kringel in langsamer Fahrt westlich der Scilly-Inseln

Umfrage zum Ems-Kanal

01-08-2010 — Abgelegt unter: Schiffe, unsortiert  

Beim THB (Täglicher Hafenbericht) läuft zur Zeit eine Umfrage zum umstrittenen Ems-Kanal (siehe dazu auch “Ems-Kanal: Kuddelmuddel im Zollhaus“). Die “Frage der Woche” dort lautet: Ist die umstrittene Emskanal-Idee durch Ostfriesland eine tragfähige Lösung?

Der momentane Stand der Antworten (37% votierten mit Ja, 53.4% mit Nein und 9.6% hatten keine Meinung) ist bemerkenswert eindeutig wenn man bedenkt, daß auf den Seiten des THB wahrscheinlich viele regelmäßige Besucher Freunde der großen Pötte sind, die die Meyer-Werft tief im Land baut.

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