BI Rettet die Ems - Meyer leidet

14-01-2011 — Abgelegt unter: Schiffe, unsortiert  

Bernard Meyer leidet. Laut einem Zeitungsartikel der Rheiderland - Zeitung unter der Tatsache, daß er Anbieter eines Marktes ist, der übersättigt ist. China ist ebenfalls eine Bedrohung. Nicht im Artikel steht die nun augenscheinlich feststehende Tatsache vom ausgeprägten Leiden des Papenburger Werftchefs an Realitätsverlust. Dieser ist zweifelsfrei vonnöten, um eine Aussage wie “Zudem werde die Ems »kaum vertieft«” zu tätigen. Klare Worte dazu findet die Pressemitteilung der BI Rettet die Ems:

Zum Artikel der Rheiderland Zeitung vom 11.01.2011 (S.1) Meyer: “Wären die einzigen”

Dem Artikel, in dem zu lesen war, dass bei einer Kostenbeteiligung an den Unterhaltskosten der Ems die Meyer Werft das einzige Unternehmen wäre, kann getrost zugefügt werden: “Sie sind die einzigen.” Die einzigen, die von dem kompletten Umbau der Ems mit allen Vertiefungen, Begradigungen und Strombaumaßnahmen sowie weiteren Bauwerken seid 1984 profitieren. Die Aussage vom Werftchef Meyer, auch andere würden schließlich profitieren, ist falsch. Er profitiert allein. Kein weiterer Verkehrsteilnehmer auf der Ems benötigt 8,50 m Tiefgang.

Andere Häfen, wie die Hafenstadt Leer, mittlerweile der zweitgrößte Reedereistandort Deutschlands, können nicht einmal mehr von tiefergehenden Schiffen wegen der von Meyer und seiner Werft im Binnenland verursachten Schlickproblematik angelaufen werden.

“Wenn Herr Meyer auf Seite 1 einer regionalen Zeitung behauptet, die Ems würde nicht vertieft, scheint der Mann unter einem erheblichen Realitätsverlust zu leiden”, sagt Hajo Rutenberg von der BI Rettet die Ems.

Wer über Jahre hinweg subventioniert wird durch nicht tragfähige politische Beschlüsse, denen jegliche Nachhaltigkeit im Sinne der Wirtschaftlichkeit und des sinnvollen Haushaltens fehlt, kann auch keinen Bezug mehr zur Realität haben.

Im Rahmen der N3 Sendung Norddeutsche Dynastien wurde sehr klar dargestellt, dass es in der Werftführung schon Tradition ist, den Zeitpunkt des Umzuges zu verpassen. Immer wieder haben die begrenzten Kapazitäten des Standortes das Unternehmen in Schwierigkeiten gebracht.

Seit Jahren gelingt es nun durch Lobbyarbeit und eine besondere Nähe zur Politik, die begrenzten Kapazitäten des Standortes und seiner Nachteile durch den Steuerzahler auszugleichen.

Eine Kostenbeteiligung wäre spätestens beim Umbau der Jann-Berghaus-Brücke in Leer fällig gewesen, der einzig und allein der Meyer Werft geschuldet war. Und das ist nur eines von vielen Beispielen. Niemand sonst profitiert von diesem Umbau, außer heute vielleicht einige Rechtsanwälte, die um die Kostenverteilung auf unterschiedliche öffentliche Mittel streiten dürfen. Es ist in diesem Zusammenhang aber auch die Frage gestattet, ob sich nicht besser auch einmal ein Staatsanwalt mit den Vergabepraktiken und der flexiblen Gesetzesauslegung an der Ems beschäftigt.

Solange der Umzug der Werft an die Küste nicht auf gleicher Basis wie alle anderen Vorschläge wie Kanalbau, Schleuse und Sohlschwelle diskutiert wird, darf der Steuerzahler und der Fluss nicht länger bluten, für einen Kreuzschifffahrtstandort tief im Binnenland. Wenn die verantwortlichen Menschen in Politik und so genannten Lenkungsgruppen nicht dazu in der Lage sind die Diskussion auf den Weg zu bringen, müssen diese ausgetauscht werden.

Bürgerinitiative RETTET DIE EMS
Hajo Rutenberg

Findling

09-10-2010 — Abgelegt unter: Schiffe, photo  
Stein auf der “Steinbutt” von Bodo

Schiffe finden - Wo ist das “E-Ship 1″?

29-09-2010 — Abgelegt unter: Schiffe, photo, unsortiert  

“Wie ist die aktuelle Position des ‘E-Ship 1′?” - “In welchem Hafen ist das ‘E-Ship 1′?” So oder ähnlich lauten die Fragen zur Zeit häufig, die an Suchmaschinen gestellt werden. Darum hier ein paar Hinweise, wie man den aktuellen Standort eines Schiffes ermitteln kann. Wesentliche Grundlage ist das AIS-Signal, Wissenswertes dazu kann man in einem Artikel bei Wikipedia nachlesen.

Wenn man den Standort eines Schiffes wissen möchte, ist Marinetraffic.com immer eine gute Anlaufstelle. Der Link zur Detailseite für das “E-Ship 1″ lautet stets http://marinetraffic.com/ais/de/shipdetails.aspx?MMSI=218108000. Hier steht bei “Letzte bekannte Position” unter “Erhaltene Informationen” wie alt das letzte erhaltene AIS-Signal ist. Ist es aktuell, wird dort ein Link zur aktuellen Position aufgeführt und schon ist das Schiff gefunden.

Weitere Anbieter:

“E-Ship 1″ bei der Cassens-Werft in Emden im Juni 2010

Beine im Hafen

31-08-2010 — Abgelegt unter: Schiffe, unsortiert  
…wenn ein Hafen voller Beine ist…

…dann ist die “Wind Lift 1″ da

Und wenn die “Wind Lift 1″ in Emden ist, dann herrscht draußen Pause. Im März dieses Jahres hieß es noch:

Die Werbung weicht jetzt der Wirklichkeit – und Bard macht den Anfang. Es ist das einzige Unternehmen, das „zu 100 Prozent“ verspricht, noch in diesem Jahr einen großen kommerziellen Windpark in der Nordsee aufzustellen.

Quelle

Die Montage auf See soll schneller als geplant vonstatten gehen, um eine Verzögerung bei der Auslieferung des Errichterschiffes wettzumachen, wie Unternehmenssprecher Andreas Kölling berichtet. Der erste Strom von See soll im Frühsommer fließen.

Quelle

Inzwischen hat BARD wohl neun von 80 Fundamenten gesetzt und 6 Anlagen komplettiert. Jetzt kommt der Herbst und Winter mit nicht gerade idealen Arbeitsbedingungen. Offensichtlich hat die Wirklichkeit die Werbung recht flott eingeholt und es scheint fraglich, ob BARD die ausgesprochen sportlichen Versprechungen auch nur annähernd realisieren kann. Mit einem seit über 8 Tagen im Hafen liegenden/stehenden Errichterschiff sicher nicht.

#edit (09-09-2010): General-Anzeiger am 08-09-2010:

Die Emder Bard-Gruppe hat sich vom Geschäftsführer der für das Unternehmen zentralen Bard Engineering GmbH, Anton Baraev, getrennt. Zu den Gründen machte ein Sprecher am Dienstag keine Angaben.

[…]

Baraev war seinerzeit für den Bau des Errichterschiffes “Wind Lift 1″ verantwortlich. Das Schiff wurde - wie berichtet - Monate später als geplant fertig und liegt seit rund zwei Wochen wieder im Emder Hafen. Es soll in der Nacht zu Donnerstag wieder auslaufen.

Schon bemerkenswert, wenn ein führender Mitarbeiter von BARD dermaßen sang- und klanglos und fast ohne Medienecho abgesägt wird. Ob der Hinweis zum Auslaufen der “Wind Lift 1″ Substanz hat, wird sich zeigen. Schließlich sollte sie laut Meldungen dieser Art bereits am 02-09 ausgelaufen sein.

E-Ship 1 in Dublin

11-08-2010 — Abgelegt unter: Schiffe  

Am vergangenen Sonnabend (08-08-2010) lief Enercons “E-Ship 1″ von Emden zur ersten Frachtreise aus, um Windenergieanlagen nach Dublin zu bringen. Das ist gelungen. Die Fahrt verlief zumeist mit 13 bis 16 Knoten, lediglich westlich der Scilly-Inseln unternahm man einen Kringel (s.u.) in langsamer Fahrt. Vielleicht suchte man nach Überresten der legendären Thomas W. Lawson oder neuen WKA-Standorten, die Schiffsführung wird es wissen. Auch in der irischen Presse wurde die Ankunft des Schiffes bemerkt - siliconrepublic: “State-of-the-art cargo ship to dock with haul of wind turbines” und afloat: “New Ship Tower Sails into Dublin“.

#edit(11.08.2010 22:34): Jetzt verläßt “E-Ship 1″ gerade den Hafen von Dublin mit Zielhafen Emden.

#edit zwo(21.08.2010 22:03): Mittlerweile ist der “Tisch mit Beinen” zum zweiten Mal in Dublin angekommen und die irischen Shipspotter haben sie ins Visier genommen:

Umfrage zum Ems-Kanal

01-08-2010 — Abgelegt unter: Schiffe, unsortiert  

Beim THB (Täglicher Hafenbericht) läuft zur Zeit eine Umfrage zum umstrittenen Ems-Kanal (siehe dazu auch “Ems-Kanal: Kuddelmuddel im Zollhaus“). Die “Frage der Woche” dort lautet: Ist die umstrittene Emskanal-Idee durch Ostfriesland eine tragfähige Lösung?

Der momentane Stand der Antworten (37% votierten mit Ja, 53.4% mit Nein und 9.6% hatten keine Meinung) ist bemerkenswert eindeutig wenn man bedenkt, daß auf den Seiten des THB wahrscheinlich viele regelmäßige Besucher Freunde der großen Pötte sind, die die Meyer-Werft tief im Land baut.

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