BI Rettet die Ems - Meyer leidet
Bernard Meyer leidet. Laut einem Zeitungsartikel der Rheiderland - Zeitung unter der Tatsache, daß er Anbieter eines Marktes ist, der übersättigt ist. China ist ebenfalls eine Bedrohung. Nicht im Artikel steht die nun augenscheinlich feststehende Tatsache vom ausgeprägten Leiden des Papenburger Werftchefs an Realitätsverlust. Dieser ist zweifelsfrei vonnöten, um eine Aussage wie “Zudem werde die Ems »kaum vertieft«” zu tätigen. Klare Worte dazu findet die Pressemitteilung der BI Rettet die Ems:
Zum Artikel der Rheiderland Zeitung vom 11.01.2011 (S.1) Meyer: “Wären die einzigen”
Dem Artikel, in dem zu lesen war, dass bei einer Kostenbeteiligung an den Unterhaltskosten der Ems die Meyer Werft das einzige Unternehmen wäre, kann getrost zugefügt werden: “Sie sind die einzigen.” Die einzigen, die von dem kompletten Umbau der Ems mit allen Vertiefungen, Begradigungen und Strombaumaßnahmen sowie weiteren Bauwerken seid 1984 profitieren. Die Aussage vom Werftchef Meyer, auch andere würden schließlich profitieren, ist falsch. Er profitiert allein. Kein weiterer Verkehrsteilnehmer auf der Ems benötigt 8,50 m Tiefgang.
Andere Häfen, wie die Hafenstadt Leer, mittlerweile der zweitgrößte Reedereistandort Deutschlands, können nicht einmal mehr von tiefergehenden Schiffen wegen der von Meyer und seiner Werft im Binnenland verursachten Schlickproblematik angelaufen werden.
“Wenn Herr Meyer auf Seite 1 einer regionalen Zeitung behauptet, die Ems würde nicht vertieft, scheint der Mann unter einem erheblichen Realitätsverlust zu leiden”, sagt Hajo Rutenberg von der BI Rettet die Ems.
Wer über Jahre hinweg subventioniert wird durch nicht tragfähige politische Beschlüsse, denen jegliche Nachhaltigkeit im Sinne der Wirtschaftlichkeit und des sinnvollen Haushaltens fehlt, kann auch keinen Bezug mehr zur Realität haben.
Im Rahmen der N3 Sendung Norddeutsche Dynastien wurde sehr klar dargestellt, dass es in der Werftführung schon Tradition ist, den Zeitpunkt des Umzuges zu verpassen. Immer wieder haben die begrenzten Kapazitäten des Standortes das Unternehmen in Schwierigkeiten gebracht.
Seit Jahren gelingt es nun durch Lobbyarbeit und eine besondere Nähe zur Politik, die begrenzten Kapazitäten des Standortes und seiner Nachteile durch den Steuerzahler auszugleichen.
Eine Kostenbeteiligung wäre spätestens beim Umbau der Jann-Berghaus-Brücke in Leer fällig gewesen, der einzig und allein der Meyer Werft geschuldet war. Und das ist nur eines von vielen Beispielen. Niemand sonst profitiert von diesem Umbau, außer heute vielleicht einige Rechtsanwälte, die um die Kostenverteilung auf unterschiedliche öffentliche Mittel streiten dürfen. Es ist in diesem Zusammenhang aber auch die Frage gestattet, ob sich nicht besser auch einmal ein Staatsanwalt mit den Vergabepraktiken und der flexiblen Gesetzesauslegung an der Ems beschäftigt.
Solange der Umzug der Werft an die Küste nicht auf gleicher Basis wie alle anderen Vorschläge wie Kanalbau, Schleuse und Sohlschwelle diskutiert wird, darf der Steuerzahler und der Fluss nicht länger bluten, für einen Kreuzschifffahrtstandort tief im Binnenland. Wenn die verantwortlichen Menschen in Politik und so genannten Lenkungsgruppen nicht dazu in der Lage sind die Diskussion auf den Weg zu bringen, müssen diese ausgetauscht werden.
Bürgerinitiative RETTET DIE EMS
Hajo Rutenberg




