Matti und die Ruhe

28-08-2010 — Abgelegt unter: Spitzbergen  

Eine für mich wunderschöne Episode kann man bei Bastian Bartz im “Spitzbergen-Blog” nachlesen. “Matti, der reiselustige Finne“. Mit dem Zelt auf dem Zeltplatz in Longyearbyen:

Er liest, trinkt Tee und unterhält sich: “Besser kann man seinen Urlaub nicht verbringen: Ruhe, wenn man sie will, und Unterhaltung, wenn man sie sucht.”

Mein Dank fürs Erzählen, Bastian!

F. William Engdahls “Tresor des jüngsten Gerichts”

07-01-2008 — Abgelegt unter: Spitzbergen, unsortiert  

Anfang Dezember erschien Engdahls Artikel “Doomsday Seed Vault” in the Arctic bei Global Research, jetzt ist dieser interessante Beitrag auf Deutsch verfügbar: Der “Tresor des jüngsten Gerichts” in der Arktis. An Engdahl scheiden sich die Geister, was keine große Überraschung darstellt. Möge jede( r) selbst lesen und sich ein Urteil machen. Für eventuell sich bildende Gänsehaut beim tieferen Eindringen in die Felsen von Spitzbergen übernimmt sicher eine der vier führenden privaten Gesellschaften dieser Welt die Verantwortung.

Wenn sich Bill Gates nun entscheidet, 30 Millionen Dollar seines hart verdienten Geldes in ein Projekt zu investieren, dann lohnt es, sich die Sache genauer anzusehen.

Und nichts ist momentan aufschlussreicher als seine Beteiligung an einem seltsamen Vorhaben in einem entfernten Winkel der Erde, auf Spitzbergen. Hier investiert Bill Gates, mitten im arktischen Meer, tausend Kilometer vom Nordpol entfernt, einige Millionen Dollar in eine Samenbank.

Diese Samenbank wird sich im Innern eines Berges befinden, der auf Spitzbergen in der Nähe der kleinen Stadt Longyearbyen liegt. Seinen Konstrukteuren zufolge ist der Bunker schon so gut wie betriebsbereit. Er ist mit doppelten, explosionssicheren Türen und Bewegungsmeldern gesichert, außerdem mit Luftschleusen und Stahlbetonwänden von einem Meter Dicke. In ihm sollen mehr als drei Millionen Pflanzensamen aus allen Teilen der Welt gelagert werden, um, so die Norwegische Regierung, “die Sortenvielfalt der Feldfrüchte für die Zukunft zu sichern.” Durch spezielle, wasserdichte Verpackung sollen die Samen vor Feuchtigkeit geschützt werden. Zwar wird es keinen Wachdienst geben, doch die Unzugänglichkeit des Ortes soll die Sicherheit des Tresors vor unerlaubtem Zugriff gewährleisten.

Fehlt hier nicht irgendetwas? Die Presseerklärung lautet: “um die Vielfalt der Feldfrüchte für die Zukunft sicherzustellen.” Aber welche Zukunft sehen die Sponsoren dieses Saatgut-Tresors voraus, die einen Zugang zu den auf der Welt verbreiteten Kulturpflanzen bedrohen würde? Zumal fast alle Samen schon heute in gut geschützten Samenbanken überall auf der Welt gesammelt und gelagert werden.

(via Mail)

#edit (06-09-08):

Barentsburg

30-11-2007 — Abgelegt unter: Spitzbergen  
…mit ewiger Qualmfahne

Kleinod

21-10-2007 — Abgelegt unter: Spitzbergen  
Arktisches Balümelein auf Spitzbergen

Arktische Blume

Das Licht geht aus

18-11-2006 — Abgelegt unter: Spitzbergen, photo  

Oft hört man jetzt ja vom Beginn der “dunklen Jahreszeit”, verbunden mit Seufzern und der Hoffnung auf einen Frühling, der möglichst nicht so lange auf sich warten läßt. Wie relativ das ist, zeigt ein Blick nach Spitzbergen, wo es von jetzt an wirklich dunkel ist (siehe Webcam von Sveagruva). An dieser Stelle geht ein herzlicher Dank an Tommy Markussen für die Erlaubnis, hier ein Bild der SNSK-Wecam zu veröffentlichen.

Das letzte Licht in Svea Mitte November (15.11. - 11:30 Uhr)

© SNSK

Svea aus der Luft gesehen

Plastikmüll im Meer

14-11-2006 — Abgelegt unter: Spitzbergen, photo, unsortiert  

Das Greenpeace-Schiff “Esperanza” (hier die Webcam vom Bug des Schiffes) untersucht zur Zeit im Nordost-Pazifik das Müll-Karussell mit gigantischen Ausmaßen auf seine Bestandteile.

“Nach Untersuchungen der UN-Umweltorganisation UNEP treiben bis zu 18.000 Plastikteile in jedem Quadratkilometer der Weltmeere”, berichtet Helms. Bedenkt man, dass diese Kunststoffe erst seit rund 40 Jahren in großen Mengen hergestellt werden, sei das bedenklich. “Am schlimmsten sind die kleinsten Teile, da diese von Tieren aufgenommen werden”, erklärt Helms. Greenpeace hat in Untersuchungen festgestellt, dass weltweit mehr als 260 Tierarten nachweislich dem Müll im Meer zum Opfer fallen. Zu den Opfern zählen neben Fischen auch Schildkröten, Seevögel, Robben und Seelöwen.

Ca. sechseinhalb Millionen Tonnen Plastikmüll (davon ca. 150.000 Tonnen durch die Fischindustrie, Stichwort Geisternetze) landen jährlich im Meer. Kaum beachtet wird gelitten und millionenfach gestorben. Durch unser aller “Ex und Hopp”-Einstellung wird dieses globale Problem täglich dramatischer.

Strandabschnitte eines menschenleeren Gebietes mit Plastikmüll: Spitzbergen

Links:

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