Winkel und Eisen

26-11-2009 — Abgelegt unter: photo  
…am Leuchtturm Campen

6 Kommentare zu “Winkel und Eisen”

  • ina
    28-11-2009 um 22:36
    1

    das bild gefällt mir, trotzdem bringt es mich ins grübeln … kann der leuchtturm nicht ohne stütze? muss ich echt mehrmals hinschauen, wirkt wie eine optische täuschung ;-)

  • Onno
    29-11-2009 um 00:00
    2

    Genau deshalb hat dieser Ausschnit eine Anziehungskraft auf mich gehabt. Zur Statik: das Rote ist der eigentliche Turm, in der Mitte, befenstert, sieht man den Treppenturm. Immerhin ist er der höchste Leuchtturm in Deutschland.

    Auszug aus einer Festschrift des Wasser- und Schiffahrtsamtes Emden:

    Vorgeschichte und Beschreibung des Leuchtturms
    Der Leuchtturm Campen steht etwa 2,5 km westlich der Ortslage Campen bei Emden unmittelbar am Landesschutzdeich. Im Jahre 1889 wurde der mit 67 m heute höchste deutsche Leuchtturm fertiggestellt und zum 1. Oktober 1891 im Rahmen eines Leuchtfeuerleitsystems auf deutscher und niederländischer Seite der Unterems, zur Ermöglichung der Navigation auf dem Fahrwasser der Ems auch bei Nacht, in Betrieb genommen. Bis zum heutigen Tage hat die Turmkonstruktion ihr Aussehen nicht geändert.
    Der Turm besteht aus einem mittigen, zylindrischen Treppenrohrschaft, der durch drei mächtige Streben in Stahlbauweise gestützt wird. Die Streben liegen in den Kanten einer dreiseitigen Pyramide und sind untereinander durch Diagonal- und Horizontalstreifen verbunden.
    Der Leuchtturm Campen ist der erste in Deutschland in genieteter Stahlkonstruktion erbaute Leuchtturm. Alle früheren Türme wurden in Massivbauweise oder aus verschraubten Gußübbings erstellt.

    Weitere Infos beim WSA: Leuchtturm Campen.

  • kvinna
    29-11-2009 um 09:53
    3

    Onno, bitte erklär’ mir diese wunderbare Blüte: “Gussübbing”, die weder Google findet, noch Wikipedia kennt! Von den Lexika im Buchregal ganz zu schweigen!

  • Onno
    29-11-2009 um 11:02
    4

    Ich hatte den zitierten Text nur grob überlesen wie ich feststellen muß, bei “Gußübbings” war ich von irgendwelchen Dingenskirchen ausgegangen. Jetzt aber nehme ich einen Tappfuhler an. Wikipedia sagt zu einem Borkumer Leuchtturm:

    Der Leuchtturm ist aus einzelnen, 27 Millimeter starken Segmenten aus Gusseisen, so genannten Tübbingen zusammengesetzt.

    Im Leuchtturmatlas findet unter “I” sich dieser Hinweis:

    Isselburger Hütte: Hersteller von Eisenplatten (”Tübbings”), aus denen um die vorletzte Jahrhundertwende zahlreiche Leuchttürme und Laternenhäuser gebaut wurden

    …und an vielen anderen Quellen wird von “gusseisernen Mantelplatten (Tübbingen)” gesprochen.

  • ina
    29-11-2009 um 11:37
    5

    hey, danke für die ausführliche erklärung! jetzt gefällt mir das bild noch besser, fürs auge hat das sowas von einer magischen anziehungskraft … wahrscheinlich weil das gehirn im hintergrund alle schubladen durchforstet, ob das nun wirklich echt ist oder doch eine optische täuschung ;-) ich lass es weiterkramen … derweil betrachte ich genussvoll das bild *ggg*

  • kvinna
    30-11-2009 um 08:47
    6

    Danke, Onno! :)

Kommentar abgeben: